StartseiteReisenDer Aufstieg der Champion-Kaffeestadt: Mehr als eine Tasse Kaffee

Der Aufstieg der Champion-Kaffeestadt: Mehr als eine Tasse Kaffee

Veröffentlicht am März 30, 2026

Highlights

Guiyang, das Zentrum des Kaffees mit über 3.000 Cafés, feiert den Meistertitel von Peng Jinyang und verbindet Kultur mit Gemeinschaft.

Guiyang, die Provinzhauptstadt von Guizhou, hat sich mit über drei Tausend Cafés und einer Bevölkerung von sechs Millionen zu einem Zentrum des Kaffees entwickelt. Die Stadt bewarb ihren Ruf als "Stadt des Meisterkaffees", insbesondere als Peng Jinyang die Weltmeisterschaft im Kaffeebrühen im Jahr zweitausendfünfundzwanzig gewann.

Doch bevor dieser bedeutende Sieg gefeiert wurde, eröffnete Peng Jinyang bereits im Jahr zweitausendvierundzwanzig seine Kaffeekette "Captain George" in der Taiyuan-Straße in Shanghai. Dies führte dazu, dass er schnell in Konkurrenz zu etablierten Cafés wie O.P.S. trat und eine beträchtliche Anhängerschaft gewinnen konnte. Sein Einfluss reichte über das Geschäft hinaus, da die Kaffeebohnen, die er bezog, auf verschiedenen Bewertungsplattformen hoch angesehen waren und viele Cafés in der Stadt unterstützten.

Dennoch ist der Aufstieg von Guiyang als Kaffeezentrum nicht allein einer Einzelperson zuzuschreiben. Im August des vorangegangenen Jahres wurde auch die in Shanghai ansässige Kette O.P.S. von der aufstrebenden Kaffeeszene in Guiyang angezogen. Der Anblick von Besuchern mit Gepäck vor Cafés wie Duide Coffee ist mittlerweile alltäglich und spiegelt die anhaltende Begeisterung für die Kaffee-Kultur der Stadt wider.

Die steigende Beliebtheit Guiyangs als "Stadt des Champion-Kaffees" lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Beobachter heben hervor, dass die Zusammenarbeit von talentierten Baristas, jungen, konsumfreudigen Verbrauchern und gut durchdachter Stadtplanung zu diesem beachtlichen Wachstum beigetragen hat. Dennoch bleibt die Frage, was den spektakulären Aufstieg von nulldreihundert zu tausend beantwortet.

Wie der Wissenschaftler Yan Xia festgestellt hat, geht die Zunahme von Cafés in Guiyang über die Schaffung von Kaffeetrinkgewohnheiten hinaus. Dies ist insbesondere ein Zeichen des wachsenden erlebnisorientierten Konsums unter jungen Leuten, die emotionalen und räumlichen Erlebnissen eine höhere Bedeutung beimessen als dem Kaffee selbst.

In Guiyang lässt sich dieses außergewöhnliche Erlebnis aus drei Dimensionen erkennen. Zunächst die Dichte: Mit über drei Tausend Cafés, die in den kompakten Altstadtvierteln Yunyan und Nanming liegen, befinden sich viele beliebte Spots innerhalb eines Ein-Kilometer-Radius. Diese Konzentration übertrifft sogar jene im bekannten "JuFuChang"-Viertel von Shanghai.

Die nahen Abstände der Cafés ermöglichen es den Besuchern, die gesamte Kaffee-Kultur zu Fuß zu erkunden und lokale Delikatessen wie Kartoffelkuchen und Rindfleischreisnudeln in einem nahtlosen Aktivitätenmix aus "laufen, essen und trinken" zu genießen.

Ein ebenso wichtiger Punkt ist die tiefe Verwurzelung des Kaffees in der Kultur der Stadt. Die Integration manifestiert sich im Geschmack, beispielsweise durch die Verwendung lokaler Zutaten wie Fischminze und Hagebutte, die den Getränken einen besonderen "Guiyang"-Charme verleihen.

Darüber hinaus fungieren viele Cafés als "Gemeinschaftsläden". Diese sind oft in Wohngebieten verborgen, sodass die Besucher durch Gartenbereiche und Fitnessgeräte navigieren müssen, um zu diesen gemütlichen Treffpunkten zu gelangen.

Für Außenstehende ist es oft schwer, die Erfahrung des Verweilens in einem Café nach einer Erkundung des örtlichen Lebens zu reproduzieren. Während dieser Übergang für die Einheimischen jedoch allmählich zu einem vertrauten Teil ihres Alltags geworden ist, wurde Kaffee in der Stadt schnell zu einer Selbstverständlichkeit.

Darüber hinaus nutzen die Cafébesitzer in Guiyang Online-Plattformen nicht in erster Linie zur Werbung, sondern vielmehr, um Wissen und kulturelle Einblicke zu teilen. Diese Inhalte sind oft zugänglich und sprechen insbesondere jüngere Verbraucher an.

Die Kaffeekultur in Guiyang ist keine künstlich geschaffene. Wie es der Filmemacher Bi Gan einmal formulierte: „Dieses Gefühl für Raum existiert einfach dort, wo ich lebe“, gilt dies auch für die Kaffeekultur in Guiyang: Sie muss nicht konstruiert werden – sie ist einfach da.

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