Lavendelträume in Xinjiang: Ein Dorf erblüht aus Staub
Highlights
Sigong in Xinjiang wandelt sich durch Lavendelanbau seit 2009, fördert Tourismus und zieht junge Menschen an.
Im Nordwesten Chinas, im Tal des Ili-Flusses, hat das einst kämpfende Dorf Sigong in Xinjiang eine erstaunliche Transformation durchlaufen. Vor Jahren war die Region von einem dünnen, steinigen Boden geprägt, der für die Landwirtschaft kaum geeignet war. Die niedrigen Erträge und das geringe Einkommen führten dazu, dass die Straßen des Dorfes größtenteils leer waren, während die meisten jungen Menschen in größere Städte zogen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Der Wendepunkt kam im Jahr zwei null neun, als die Dorfverwalter das Experiment wagten, Lavendel anzubauen. Diese lila Blüten nicht nur das Landschaftsbild verschönerten, sondern auch das Potenzial der Region für profitablere Ernten aufzeigten. Der Lavendel übertraf die traditionellen Nutzpflanzen erheblich, was das Interesse an einer größeren Anbaufläche weckte.
Bis zum Jahr siebenzehn war nahezu die Gesamtheit des Ackerlandes in Sigong mit Lavendel bepflanzt, was zu einer weitreichenden wirtschaftlichen Wende beitrug. Die Veränderung des Agrarlandes führte zu einem Aufschwung des Dorfes, das nun neue Möglichkeiten für die Einheimischen bot.
Die Entwicklung des Dorfes erfuhr im Jahr zwei null neunzehn einen weiteren Schub, als es sich dem Konzept des „Slow Life“-Tourismus anschloss. Dies führte zur Eröffnung von Gastfamilien, Cafés und kleinen Restaurants, die darauf ausgelegt waren, Touristen anzuziehen, die die Lavendelfelder erleben wollten. Bald erhielt das Dorf den liebevollen Spitznamen Huanghuang, was „voller Sonnenschein“ bedeutet.
Mit dem Aufschwung im Tourismus kehrten viele junge Menschen aus den Städten zurück und fanden Arbeit direkt vor der eigenen Haustür. Sogar Frauen, die zuvor nie außerhalb des Dorfes gearbeitet hatten, hatten jetzt die Gelegenheit, einen Beitrag zur lokalen Wirtschaft zu leisten.
Heute hat sich Sigong zu einer florierenden Gemeinde entwickelt, in der Landwirtschaft, Verarbeitung, Tourismus und Gastgewerbe miteinander verwoben sind. Was einmal eine ärmliche ländliche Gemeinschaft war, hat sich nun in ein lebendiges Reiseziel verwandelt, das nicht nur durch seine blühenden Lavendelfelder besticht, sondern auch durch die belebte Wirtschaft, die dort entstanden ist.
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